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23.12.2025 - Was Hänschen nicht lernt... - Frühe Förderung macht einen Unterschied

Heilpädagogische Förderstunde Foto: Salberghaus
"Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr" - den Spruch kennen wir alle, und das gilt nicht erst seit gestern. Sogenannte "Entwicklungsfenster" für das Erlernen bestimmter Kompetenzen sind nicht unbegrenzt offen. Wenn in dieser Zeit etwas nicht vollständig gelernt wird, kann es nicht später aufgeholt werden und dauerhafte Einschränkungen sind die Folge. Daher ist es so wichtig, dass Entwicklungsverzögerungen bei kleinen Kindern so früh wie möglich diagnostiziert und so gut wie möglich durch die passende Förderung ausgeglichen werden können. Gerade bei unseren Kindern der Notaufnahmegruppen und Wohngruppen sind die Entwicklungsmöglichkeiten der Kinder durch die schwierige Situation in ihren Herkunftsamilien oft nicht ausreichend gut gewesen.
Eine gründliche Diagnostik ist der Anfang
Im ersten Schritt geht es darum, das Kind gründlich zu begutachten und seinen Entwicklungsstand zu erfassen. Dafür ist erstmal die Kinderärztin zuständig, die bei uns untergebrachte Kinder in den ersten Tagen untersucht und im Einzelfall an Fachärzte überweist. Wenn ein Kind nicht gut sieht oder hört, führt schon eine Versorgung mit Brille oder Hörgerät schnell zu einem Entwicklungsschub beim Kind.

Physiotherapie Foto: Salberghaus
Die Psychologinnen der Wohngruppen sind dann in den ersten Wochen der Unterbringung mit im Boot, wenn es um die Diagnostik des Kindes geht. Je nach Alter des Kindes werden ein oder mehrere Testverfahren genutzt, um eine Einschätzung über den Entwicklungsstand zu gewinnen. Auch die Erkenntnisse der Wohngruppenmitarbeiter:innen sind dann gefragt, die das Kind jeden Tag im Alltag kennengelert haben.
Physiotherapie hilft schon im Babyalter
Gerade motorische Schwierigkeiten fallen schnell auf: Babies, die sich noch nicht drehen oder Kleinkinder, die sehr unsicher laufen: Schon sehr früh können die Physiotherapeutinnen vor Ort das Kind begutachten und durch intensive Förderung die Bewegungsmöglichkeiten des Kindes unterstützen und gezielt erweitern. Neben ihrer direkten Arbeit mit den Kindern beraten sie auch die Kolleg:innen in der Gruppe, wie das Kind auch im Alltag möglichst gut angeregt werden kann.
Logopädie - umfassende Sprachförderung von Anfang an

Logopädische Einzelförderug Foto:Salberghaus
Die Entwicklung der sprachlichen Ausdrucksfähigkeit und des Sprachverständnisses müssen sich in den ersten Lebensjahren schnell und stetig entwickeln. Gibt es hier Schwierigkeiten, werden unsere Logopäd:innen tätig. Mal ist es die Stärkung der Mundmotorik, mal geht es um die Erweiterung des Wortschatzes: auch hier ist sowohl das Fachwissen der speziell geschulten Sprachtherapeutinnen gefragt, aber auch die Einzeltherapie und wieder die Umsetzung einer umfassenden Sprachförderung im Alltag der Wohngruppe.
Bei Kindern im Kindergarten- und Schulalter sind die Entwicklung der Wahrnehmung und die Schulung von Konzentration und Feinmotorik ein großes Entwicklungsthema. Bei Einschränkungen kommt die Ergotherapie zum Einsatz.
Bei Kindern im Kindergarten- und Schulalter sind die Entwicklung der Wahrnehmung und die Schulung von Konzentration und Feinmotorik ein großes Entwicklungsthema. Bei Einschränkungen kommt die Ergotherapie zum Einsatz.
Frühe Förderung hat lebenslange Effekte - ist aber nur teilweise finanziert
Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie werden von der Kinderärztin verordnet und über die Krankenkasse abgerechnet.
Die Finanzierung ist in den letzten Jahren jedoch immer knapper geworden, so dass viele sinnvolle Elemente darüber nicht abgerechnet werden können:
Unsere Therapien finden vor Ort statt, und die Kinder profitieren sehr von der engen Verbindung und Zusammenarbeit der Fachdienste mit den Wohngruppen. Sie haben keine Angst, alleine zu den Therapeutinnen zu gehen, wenn diese sie aus der Gruppe abholen. Damit kommt auch automatisch der wertvolle Austausch zwischen Gruppe und Fachdienst zustande - wie geht es dem Kind heute, wie lief die Förderstunde, was sind die Sachen, die geübt werden können? All das braucht aber Zeit - der Austausch, und natürlich, bis das Kind fertig gespielt hat und beim Therapieraum angekommen ist. Auch der Weg dorthin ist "Förderung", und gerade für beziehungstraumatisierte Kinder ist der Übergang von der Situation in der Gruppe zum Einzelkontakt mit der Therapeutin ein großer Schritt.
Erst wenn die Bindungssituation für das Kind klar ist, kann es sich richtig auf die Fördersituation einlassen.
Besonders schön ist es, wenn die Kinder mit den Therapeutinnen Fördereinheiten außerhalb des Hauses erleben dürfen: Sprachförderung im Wald, oder Physiotherpie in der Boulderhalle - gerade die Alltagsnähe ist in der Förderung so wichtig, weil sie direkt wirkt.
Genau diese Zeit und die Möglichkeiten, die wir vor Ort bieten können, sind im Finanzierungsrahmen der Krankenkassen nur teilweise enthalten - aber wir halten sie für so wichtig.
Daher fließen jedes Jahr ca. 30000 EUR an Spenden in die Arbeit der Fachdienste. Hier ist jeder Euro gut investiert, da frühe Förderung dem Kind sein ganzes Leben lang Chancen öffnet. Oder sich Türen schließen, wenn sie fehlt oder hinter ihren Möglichkeiten zurückbleibt.
Die Finanzierung ist in den letzten Jahren jedoch immer knapper geworden, so dass viele sinnvolle Elemente darüber nicht abgerechnet werden können:
Unsere Therapien finden vor Ort statt, und die Kinder profitieren sehr von der engen Verbindung und Zusammenarbeit der Fachdienste mit den Wohngruppen. Sie haben keine Angst, alleine zu den Therapeutinnen zu gehen, wenn diese sie aus der Gruppe abholen. Damit kommt auch automatisch der wertvolle Austausch zwischen Gruppe und Fachdienst zustande - wie geht es dem Kind heute, wie lief die Förderstunde, was sind die Sachen, die geübt werden können? All das braucht aber Zeit - der Austausch, und natürlich, bis das Kind fertig gespielt hat und beim Therapieraum angekommen ist. Auch der Weg dorthin ist "Förderung", und gerade für beziehungstraumatisierte Kinder ist der Übergang von der Situation in der Gruppe zum Einzelkontakt mit der Therapeutin ein großer Schritt.
Erst wenn die Bindungssituation für das Kind klar ist, kann es sich richtig auf die Fördersituation einlassen.
Besonders schön ist es, wenn die Kinder mit den Therapeutinnen Fördereinheiten außerhalb des Hauses erleben dürfen: Sprachförderung im Wald, oder Physiotherpie in der Boulderhalle - gerade die Alltagsnähe ist in der Förderung so wichtig, weil sie direkt wirkt.
Genau diese Zeit und die Möglichkeiten, die wir vor Ort bieten können, sind im Finanzierungsrahmen der Krankenkassen nur teilweise enthalten - aber wir halten sie für so wichtig.
Daher fließen jedes Jahr ca. 30000 EUR an Spenden in die Arbeit der Fachdienste. Hier ist jeder Euro gut investiert, da frühe Förderung dem Kind sein ganzes Leben lang Chancen öffnet. Oder sich Türen schließen, wenn sie fehlt oder hinter ihren Möglichkeiten zurückbleibt.

Foto: Salberghaus
Spenden machen eine optimale Förderung möglich
Wir freuen uns, dass wir den Kindern unserer Notaufnahme- und Wohngruppen mit unseren Fachdiensten und den Möglichkeiten im Haus ein ziemlich optimales Förderangebot bieten können. Und wir freuen uns, dass wir dies mit Hilfe von Spenden auch aufrecht erhalten können, wenn Krankenkassen an dieser Stelle zunehmend weniger finanzieren. Vielen Dank an unsere Spender!
Wenn Sie hier konkret unterstützen wollen, können Sie gerne spenden und als Spendenzweck "Fachdienste" vermerken.
Wenn Sie hier konkret unterstützen wollen, können Sie gerne spenden und als Spendenzweck "Fachdienste" vermerken.



