zurück zur Übersicht
06.05.2026 - Zusammenhalt, Respekt und Inspiration: Mitarbeitende berichten
Im Sozialwesen arbeiten überwiegend Frauen, rund drei Viertel der Beschäftigten sind weiblich¹. Auch im Salberghaus spiegelt sich diese Verteilung wider. Gleichzeitig zeigt der Arbeitsalltag, dass gute Zusammenarbeit nicht vom Geschlecht abhängt, sondern von gegenseitigem Respekt, Vertrauen und unterschiedlichen Perspektiven.
Wir haben drei Mitarbeitende aus verschiedenen Bereichen der Einrichtung befragt: Lena Weiß, stellvertretende Leitung einer stationären Wohngruppe, Nabukenya Burcas, Reinigungskraft im Salberghaus, sowie Geralf Fuhr aus der Bereichsleitung. Sie berichten, was Zusammenhalt für sie bedeutet, welche Erfahrungen sie geprägt haben und was sie in ihrer Arbeit inspiriert.
Wir haben drei Mitarbeitende aus verschiedenen Bereichen der Einrichtung befragt: Lena Weiß, stellvertretende Leitung einer stationären Wohngruppe, Nabukenya Burcas, Reinigungskraft im Salberghaus, sowie Geralf Fuhr aus der Bereichsleitung. Sie berichten, was Zusammenhalt für sie bedeutet, welche Erfahrungen sie geprägt haben und was sie in ihrer Arbeit inspiriert.
Welche Rolle spielt Zusammenhalt in einem überwiegend weiblich geprägten Arbeitsfeld für Sie?
Lena Weiß: In unserem Team sind nur Frauen, und für mich bedeutet Zusammenhalt in meiner Arbeit, empathisch miteinander umzugehen, füreinander einzustehen und, dass man die verschiedenen Ressourcen im Team nutzt, um das vereinbarte gemeinsame Ziel zu erreichen.
Nabukenya Dorcas: Die Kommunikation unter Frauen ist für mich besonders, weil man besser versteht, was einen bewegt, als Frau und Mutter. Im Berufsleben ist dies noch intensiver, weil man nicht nur zu Hause ist und so einen besseren Blick auf das große Ganze hat. Im Salberghaus ist Empowerment unter Frauen für mich sehr spürbar, weil Frauen die Möglichkeit haben, sich in der Arbeit zu treffen. In meiner Heimat Uganda ist es eher so, dass die Männer im Berufsleben sind und die Frauen kein Empowerment in der Arbeit haben.
Geralf Fuhr: Ich bin seit über 30 Jahren in einem Arbeitsfeld tätig, in dem deutlich mehr Frauen als Männer arbeiten, ebenso war das in meinem Studium der Sozialen Arbeit. Die erfolgreichen Teams sind aus meiner Erfahrung gemischt, mit Frauen und Männern, besetzt. Eine unterschiedliche Herangehensweise und Sicht auf die Dinge sind hilfreich und wertvoll. Männer haben oftmals den Drang, ihre Arbeit mehr zu „präsentieren“, während Frauen meist bescheidener sind und ihre Arbeit einfach machen.
Lena Weiß: In unserem Team sind nur Frauen, und für mich bedeutet Zusammenhalt in meiner Arbeit, empathisch miteinander umzugehen, füreinander einzustehen und, dass man die verschiedenen Ressourcen im Team nutzt, um das vereinbarte gemeinsame Ziel zu erreichen.
Nabukenya Dorcas: Die Kommunikation unter Frauen ist für mich besonders, weil man besser versteht, was einen bewegt, als Frau und Mutter. Im Berufsleben ist dies noch intensiver, weil man nicht nur zu Hause ist und so einen besseren Blick auf das große Ganze hat. Im Salberghaus ist Empowerment unter Frauen für mich sehr spürbar, weil Frauen die Möglichkeit haben, sich in der Arbeit zu treffen. In meiner Heimat Uganda ist es eher so, dass die Männer im Berufsleben sind und die Frauen kein Empowerment in der Arbeit haben.
Geralf Fuhr: Ich bin seit über 30 Jahren in einem Arbeitsfeld tätig, in dem deutlich mehr Frauen als Männer arbeiten, ebenso war das in meinem Studium der Sozialen Arbeit. Die erfolgreichen Teams sind aus meiner Erfahrung gemischt, mit Frauen und Männern, besetzt. Eine unterschiedliche Herangehensweise und Sicht auf die Dinge sind hilfreich und wertvoll. Männer haben oftmals den Drang, ihre Arbeit mehr zu „präsentieren“, während Frauen meist bescheidener sind und ihre Arbeit einfach machen.

Welche Erfahrungen haben Ihnen gezeigt, wie wichtig Zusammenhalt und gute Führung im Berufsalltag sind?
Lena Weiß: Die Arbeit in der stationären Kinder- und Jugendhilfe kann sehr belastend sein und deshalb zeigt sich dieser Zusammenhalt immer wieder aufs Neue, wie viel Verständnis wir für einander haben und wie wir uns gegenseitig bestärken, das Beste jeden Tag gegeben zu haben.
Nabukenya Dorcas: Als ich nach Deutschland kam, ging ich zum Verein solwodi, der sich nur um Frauen kümmert. Dort habe ich viel Unterstützung erhalten; vor allem auch bei bürokratischen Dingen, auch als ich meine Tochter zur Welt brachte, haben sie mir sehr geholfen.
Geralf Fuhr: Das gesellschaftliche Bild, dass in oberen Führungsebenen mehr Männer als Frauen entscheidende Positionen besetzen, ist auch im sozialen Bereich erkennbar – obwohl dort mehr Frauen als Männer tätig sind. Das hat, denke ich, damit zu tun, dass nach wie vor Frauen den Großteil der Care-Arbeit in den Familien übernehmen. Aus meiner Erfahrung prägen sowohl positive als auch schwierige Führungserlebnisse die Zusammenarbeit und den Zusammenhalt stark – unabhängig vom Geschlecht.
Lena Weiß: Die Arbeit in der stationären Kinder- und Jugendhilfe kann sehr belastend sein und deshalb zeigt sich dieser Zusammenhalt immer wieder aufs Neue, wie viel Verständnis wir für einander haben und wie wir uns gegenseitig bestärken, das Beste jeden Tag gegeben zu haben.
Nabukenya Dorcas: Als ich nach Deutschland kam, ging ich zum Verein solwodi, der sich nur um Frauen kümmert. Dort habe ich viel Unterstützung erhalten; vor allem auch bei bürokratischen Dingen, auch als ich meine Tochter zur Welt brachte, haben sie mir sehr geholfen.
Geralf Fuhr: Das gesellschaftliche Bild, dass in oberen Führungsebenen mehr Männer als Frauen entscheidende Positionen besetzen, ist auch im sozialen Bereich erkennbar – obwohl dort mehr Frauen als Männer tätig sind. Das hat, denke ich, damit zu tun, dass nach wie vor Frauen den Großteil der Care-Arbeit in den Familien übernehmen. Aus meiner Erfahrung prägen sowohl positive als auch schwierige Führungserlebnisse die Zusammenarbeit und den Zusammenhalt stark – unabhängig vom Geschlecht.
Wer hier im Team hat Sie beruflich inspiriert … und warum?
Lena Weiß: Meine Gruppenleitung ist ein großes Vorbild für mich, weil sie zwar viele Dinge in ihrer Position zu erledigen hat aber trotzdem nie den Blick auf bzw. für die Kinder verliert. Die Bedarfe der Kinder sind für sie immer an erster Stelle und so sehe ich das auch. Ich bin froh eine Frau zu sein, weil wir einfach stark sind, und ich stelle das auch jeden Tag unter Beweis.
Nabukenya Dorcas: Ich habe im Salberghaus mein Praktikum im Bereich Hauswirtschaft gemacht. Die Kolleginnen haben mich von Anfang an respektiert und ich hatte nie das Gefühl, dass sie mich aufgrund meiner Herkunft schlecht oder diskriminierend behandeln. Alle sind immer sehr freundlich und hilfsbereit zu mir; eine Logopädin des Hauses hat meiner Tochter sogar Nachhilfe gegeben und manchmal macht sie es noch, wenn meine Tochter eine besondere Unterstützung braucht. Auf jeden Fall hat ihr das sehr geholfen.
Geralf Fuhr: Inspiriert und beeindruckt haben mich immer wieder Kolleg*innen, die für ihre Arbeit „brennen“ und mit „Herz und Hirn“ dabei sind, unabhängig des Geschlechts.
¹ Bundesagentur für Arbeit (2025): Blickpunkt Arbeitsmarkt: Akademikerinnen und Akademiker, Kapitel 2.7 Sozialwesen, August 2025.
Lena Weiß: Meine Gruppenleitung ist ein großes Vorbild für mich, weil sie zwar viele Dinge in ihrer Position zu erledigen hat aber trotzdem nie den Blick auf bzw. für die Kinder verliert. Die Bedarfe der Kinder sind für sie immer an erster Stelle und so sehe ich das auch. Ich bin froh eine Frau zu sein, weil wir einfach stark sind, und ich stelle das auch jeden Tag unter Beweis.
Nabukenya Dorcas: Ich habe im Salberghaus mein Praktikum im Bereich Hauswirtschaft gemacht. Die Kolleginnen haben mich von Anfang an respektiert und ich hatte nie das Gefühl, dass sie mich aufgrund meiner Herkunft schlecht oder diskriminierend behandeln. Alle sind immer sehr freundlich und hilfsbereit zu mir; eine Logopädin des Hauses hat meiner Tochter sogar Nachhilfe gegeben und manchmal macht sie es noch, wenn meine Tochter eine besondere Unterstützung braucht. Auf jeden Fall hat ihr das sehr geholfen.
Geralf Fuhr: Inspiriert und beeindruckt haben mich immer wieder Kolleg*innen, die für ihre Arbeit „brennen“ und mit „Herz und Hirn“ dabei sind, unabhängig des Geschlechts.
¹ Bundesagentur für Arbeit (2025): Blickpunkt Arbeitsmarkt: Akademikerinnen und Akademiker, Kapitel 2.7 Sozialwesen, August 2025.



